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Die Sache mit den Bildern (Bildrechte)

Wem ist das Bild? Dem vor oder dem hinter der Kamera?
Wem ist das Bild? Dem vor oder dem hinter der Kamera?

Bilder sind heute nicht mehr wegzudenken. Im Fernsehen und im Kino sowieso nicht, aber auch in der Werbung nicht – keine Zeitschriften und keine Tageszeitungen ohne Bilder, jeder Urlaub, jede Familienfeier und jede andere Veranstaltung, Konzert, Ausstellung etc. wird in Bildern festgehalten und berichtet. Über soziale Netzwerke lässt man andere an seinem täglichen Leben teilhaben, ob’s interessiert oder nicht. Und das macht man mit Bildern. Vom Selbstgekochtem, vom süßen Haustier, von den Lieben daheim oder unterwegs oder was man sonst noch so für berichtenswert hält.

Deshalb ist die Visualisierung dessen, was uns wichtig ist oder was uns interessiert, mittlerweile so selbstverständlich geworden. Und dieses Selbstverständnis überträgt sich auch auf unser Einkaufverhalten im Internet. Wir suchen Produkte nicht nach ihren Produktbeschreibungen und Datenblättern, sondern wir wählen sie anhand von Produktabbildungen aus. Das hat natürlich auch ganz praktische Gründe, denn wir nehmen mit dem Auge sehr viel schneller sehr viel mehr Informationen auf, als mit jedem anderen Sinnesorgan. Wir treffen eine Vorselektion dem Augenschein nach, denn noch bevor ich lese, sehe ich. Und mal ehrlich, es ist uns doch wichtig, wie die Hose, die Schuhe, das Handy aussehen und nicht, wie sie schmecken.

Bilder sind deshalb nicht selten sogar der Aufmacher, der unser Interesse weckt und uns zum Lesen verleiten soll. Bilder helfen, Angebote hervorzuheben, sie abzugrenzen von allen anderen Angeboten und die Aufmerksamkeit des potenziellen Käufers zu gewinnen. Bilder veranschaulichen, um was es geht (oder gehen soll) und je genauer sie das tun, desto wahrscheinlicher wird sich der potenzielle Käufer mit dem Angebot auseinandersetzen.

Der Einsatz guter Bilder bei dem Angebot eigener Waren im Internet, sei es der eigene Shop oder sei es, auf Handelsplattformen wie z.B. eBay u.a. ist also elementar. Umso wichtiger ist es deshalb, bei der Verwendung von Bildern rechtliche Rahmenbedingungen zu beachten, um sich vor Ansprüchen von Bildrechteinhabern zu schützen bzw. Ansprüche geltend machen zu können, wenn die eigenen Bilder unautorisiert in anderen Angeboten auftauchen.

Urheber eines Bildes ist immer der Ersteller

Als Urheber eines Bildes gilt derjenige, der das Bild erstellt hat. Und ihm steht grundsätzlich das Recht zu, dieses Bild wirtschaftlich zu verwenden und zu verwerten. Die unerlaubte Verwendung fremden Bildmaterials z.B. bei der Erstellung eines Internetangebotes stellt einen Verstoß gegen die Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes dar. In diesem Fall steht dem Rechteinhaber ein Unterlassungsanspruch der Bildverwendung sowie im Falle der vorsätzlichen oder zumindest fahrlässigen Vervielfältigung ein Schadensersatzanspruch zu.

Deshalb ist vor der Verwendung von fremden Produktbildern zunächst grundsätzlich die Zustimmung des Urhebers einzuholen, wobei es darauf ankommt, dass eben nur der Bildrechteinhaber eine solche Nutzungserlaubnis erteilen darf, weshalb sorgfältig zu prüfen ist, wer denn die Rechteinhaberschaft an den begehrten Bildern tatsächlich besitzt.

Und umgekehrt kann der Bildrechteinhaber, dessen Bilder ohne seine Zustimmung verwendet werden, die Regelungen aus diesem Gesetz für sich beanspruchen, um gegen die unerlaubte Nutzung seiner Bilder vorzugehen.

Zusammenfassend gilt also: Bei der Erstellung von Warenangeboten sollten (unter Beachtung von Urheber- und Markenrechten) vornehmlich eigene Produktfotografien verwendet werden. Oder aber Bildmaterialien, deren Nutzung mit dem jeweiligen Rechteinhaber entsprechend vereinbart worden ist.

Und stößt man auf seine eigenen Bilder in fremden Angeboten, so muss man dieses nicht tatenlos zulassen, sondern kann hier verschiedene Optionen in Anspruch nehmen, um diese Wettbewerbsverzerrung aufzulösen.

About Christoph Saebel

Christoph Saebel ist Geschäftsführer der Anticopy GmbH und der adebio GmbH

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