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Fotos als Comic per Photoshop – So gehts

Superman, Batman, Spiderman und Co: Wer steht nicht auf die Superhelden in 2D? Die Comicfiguren stammen allesamt aus der Feder bekannter Zeichner und sind unverwechselbar. Doch kann man sich den Comicstil selbst zu Nutze machen und vielleicht sogar Fotos damit aufpeppen? Denn ein einfaches Foto, sei es nun als Einladung oder Geschenk, ist doch mittlerweile ohne Zweifel ein bisschen langweilig. Zu oft gesehen wirkt das Präsent im Endeffekt sehr wenig durchdacht, geschweige denn originell. Durch das Verwenden eines Comicbildes jedoch erhält ein herkömmliches Foto einen ganz neuen Touch und stellt eine witzige Alternative dar. Es ist jedoch nicht ganz einfach, einen Comic selbst zu zeichnen und nicht jeder hat illustratorisches Talent. Für diejenigen, die sich zu eben jener Kategorie zählen, gibt es jedoch zum Glück eine große Hilfestellung in Form ds Programms Photoshop. Wer auf die digitale Form der Comicrstellung setzt, benötigt außerdem noch nicht einmal ein Grafiktablett. Nachfolgend möchten wir Ihnen ein anschauliches Beispiel dafür liefern, wie man ganz einfach eine individuelle Einladungskarte mit einem Comicmotiv gestalten kann.

Das perfekte Bild

Das perfekte Bild als Ausgangsbild
Das perfekte Bild als Ausgangsbild

Als Erstes gilt es, sich das gewünschte Bild auszusuchen, welches später die Einladung zieren soll. In unserem Falle handelt es sich um das gemeinsame Foto eines glücklichen Paares, welches auf eine Hochzeitseinladung gedruckt werden soll. Bei der Bildauswahl sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt; man sollte lediglich darauf achten, dass die Konturen gut erkennbar sind, was das Umwandeln in einen Comic – gerade für Anfänger – vereinfacht.

Zeichnen durch Transparenz

Zeichnen durch Transparenz
Zeichnen durch Transparenz

Um das Zeichnen zu erleichtern, macht man im nächsten Schritt nun das Ausgangsfoto transparent. Dafür wird im Ebenenfenster erst einmal eine neue Ebene angelegt, die komplett weiß gefärbt wird. Auf der Hintergrundebene muss man nun doppelt auf das kleine Schloss klicken und danach auf die Option „OK“, wodurch man die weiße Ebene nun unter die Hintergrundebene verschieben kann. Damit das Originalbild wieder sichtbar wird, muss man die Deckkraft der weißen Ebene reduzieren. Ein Wert von 70 Prozent genügt, um unser Motiv durchscheinen zu lassen. Danach wird eine weitere Ebene benötigt, die zum Zeichnen dient.

Pinselauswahl

Pinselauswahl
Pinselauswahl
Pinselauswahl
Pinselauswahl

Bevor es mit dem Maln losgeht, muss man die Pinseleigenschaftn einstellen. In der Menüleiste existiert dazu ein Feld „Fenster“ und danach der Pfad „Pinsel“. Für uns ist in diesem Falle am besten ein einfacher Pinsel mit einem Härtegrad von 100 Prozent geeignet. Als Größe wählen wir 5px. Um die Linien echter aussehen zu lassen, muss man außerdem den Pinsel-Druck-Modus einschalten. Dies macht man ebenfalls im Pinselmenü unter dem Dropdown „Zeichenstift-Druck“. Achtung: Wir benutzen für unsere Illustration nicht immer durchgängig dieselbe Pinselgröße, sondern variieren zwischen 3px-9px!

Los gehts mit zeichnen

Los gehts mit zeichnen
Los gehts mit zeichnen
Los gehts mit zeichnen
Los gehts mit zeichnen
Los gehts mit zeichnen
Los gehts mit zeichnen

Jeder, der schon einmal versucht hat, am Computer zu zeichnen, weiß, dass es sehr schwierig ist, exakte Linien durch das Führen mit der Maus hinzubekommen, wodurch die Zeichnung schnell unnatürlich und unregelmäßig wird. Als Hilfe dient deshalb das Zeichenstift-Werkzeug. Dieses lässt sich in der Werkzeugliste auswählen und links oben den Modus auf „Path“ umstellen, damit dort der Pinselstrich angewendet werden kann.
Wenn man nun anfängt, Striche zu malen, gilt es, die Pfade möglichst kurz zu halten, um ein natürlicheres Ergebnis zu erzielen. Wenn man einen Pfad beendet hat, wählt man ein neues Werkzeug darunter und zwar das sogenannte „Auswahl-Werkzeug“, welches durch einen schwarzen Pfeil gekennzeichnet ist. Per Rechtsklick mit der Maus kann man nun die „Pfadkontur füllen“. Doch Vorsicht, denn man muss darauf achten, dass man sich in der richtigen Ebene befindet! Zum Füllen der Kontur benutzen wir dann das Werkzeug „Pinsel“. Sobald die Linie gezogen ist, kann der bisher noch vorhandene Pfad wieder gelöscht werden. Dies geschieht entweder über die „Entfernen“-Taste oder den Menüpunkt „Stroke Path“ im Werkzeug-Menü.

Und wo bleibt der Comic-Effekt?

Los gehts mit zeichnen
Der Comic-Effekt

Folgt man den obigen Schritten, wird sich aus dem gewählten Motiv nach und nach das Comic-Bild ergeben. Um eine möglichst natürliche Kontur zu erhalten, ist es wichtig, die Pinselgröße zu variieren. Um zu entscheiden, welche Pinseldicke man wann wählen soll, gibt es eine einfache Faustregel: Für die äußeren und somit wichtigsten Konturen benutzt man dickere Linien, für innen liegende Linien oder Details einen dünneren Pinsel. Dabei ist es auch überhaupt nicht schlimm, wenn einige markante Merkmale des Fotos etwas überzogen dargestellt werden. Ganz im Gegenteil: Für ein authentisches Comic Motiv ist dies sogar ausgesprochen erwünscht! Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und man kann sich so richtig austoben. Wie wäre es zum Beispiel, die vollen Lippen noch ein wenig markanter und größer zu machen?
Um dem Ganzen dann den Feinschliff zu geben, sollte man noch mit Hilfe des „Radiergummi“ überstehende Linien an Ecken und Bindungen auslöschen.

Und noch ein letzter Tipp für diejenigen, die es ein wenig eiliger haben:

die es ein wenig eiliger haben
die es ein wenig eiliger haben

Es ist äußerst hilfreich und zeitsparend, wenn man für den Schritt der Pfadkontur füllen eine festgelegte Tastenkombination hat. Zwar ist eine solche bei Photoshop nicht von Anfang an programmiert, doch dies lässt sich ganz leicht selbst bewerkstelligen, indem man im Menü auf „Bearbeiten“ und dann auf „Tastaturbefehle“ klickt, worauf sich ein neues Fenster öffnet, in welchem die Option „Bedienfeldmodus“ ausgewählt werden kann. Wer nun nach unten scrollt, der findet auch die Pfade und kann eine eigens ausgedachte Tastenkombination für diesen Befehl eingeben, zum Beispiel strg+D.

Und so könnte schließlich ein fertiges Ergebnis aussehen:

ein fertiges Ergebnis
ein fertiges Ergebnis

 

About Jasmin Schmidt

Jasmin Schmidt ist Redakteurin bei Overnightprints. Recherchen zu Branchenentwicklungen im Druckbereich, neue Drucktechnologien sowie Marketingstrategien mit Printmedien und klimaneutrale Produktion gehören zu den bevorzugten Themengebieten. Overnightprints.de als Online Druckerei legt dabei Schwerpunkte auf ein kleines aber sorgfältig ausgewähltes Sortiment hochwertiger Printprodukte, ideal für den Einstieg ins Qualitätsmarketing.

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